Ricarda-Huch-Schule
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Die Young Voices...

...hoffen, dass alle erholsame Weihnachtsferien hatten und wünschen Energie und Zuversicht für das neue Jahr!

Vorlesewettbewerb 2021

Klassensieger Vorlesewettbewerb 6 (v.l.n.r.: Jule Knöss - Davin Vieweber - Carlotta Uhrig - Emilia Lehmann - Daniyah Imran)

Mit fantastischen und abenteuerlichen Geschichten lieferten sich die fünf Klassensieger*innen des diesjährigen Vorlesewettbewerbs im Jahrgang 6 wieder einen spannenden Wettkampf. Für ihre Klassen gingen ins Rennen Davin Vieweber, Carlotta Uhrig, Emilia Lehmann, Daniyah Imran und Jule Knöss. Die fünfköpfige Jury aus Lehrkräften und Schülern hatte es nicht leicht, sich zu entscheiden. Nach einem Stechen, bei dem ein Fremdtext gelesen werden musste, konnte sich Jule Knöss aus der 6e als Schulsiegerin durchsetzen. Sie vertritt die Ricarda-Huch-Schule nun beim Regionalentscheid. Dafür wünschen wir Ihr viel Erfolg!

(Verfasserin: M. Titz, 12/ 2021)

Wenn einem durch den eigenen Vater Lebenszeit verloren geht…

Blick ins Publikum
Zeitzeugen 2021_Thomas Raufeisen beschreibt seine Ausbildung (Foto: M. Hausmann)
Thomas Raufeisen mit der angemalten Handgranate für den Sportunterricht

Thomas Raufeisen berichtet den Schülerinnen und Schülern der Q3 wie er durch den eigenen Vater in die DDR entführt wurde und die dortige Zeit als „verlorene Lebenszeit“ empfindet

Am 18. November 2021 nimmt Thomas Raufeisen die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs der Ricarda-Huch-Schule auf eine Reise mit in seine eigene, ganz persönliche Vergangenheit. Er berichtet, wie er in der Bundesrepublik Deutschland aufwächst und mit 16 Jahren durch den eigenen Vater 1979 unter einem Vorwand in die DDR entführt wurde. Dabei spannt er einen Spannungsbogen, in dem er auch immer wieder deutliche Vergleiche zwischen dem Leben in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR zieht. Sein Vater muss die Bundesrepublik verlassen, da er als Spion für die Stasi in der Wirtschaft gearbeitet hat und durch die Flucht eines Stasi-Offiziers in den Westen drohte aufzufliegen. Daher nimmt sein Vater kurzerhand unter dem Vorwand, dass es dem Großvater von Thomas nicht gut gehe, die gesamte Familie und reist in die DDR. Erst vor Ort wird Thomas und seinem Bruder die Wahrheit des Reisegrundes mitgeteilt. Sein Bruder verweigert allerdings den Verbleib, da er bereits volljährig ist und das Glück hat, von der Familie seiner Freundin aufgenommen zu werden, und reist zurück nach Hannover. Thomas bleibt keine Wahl. Er muss mit seinen Eltern in Ostberlin verbleiben, darf dort sogar auf eine Oberschule gehen und lernt rasch die großen Unterschiede des Lebens zwischen West und Ost kennen. Er schließt die Schule jedoch nicht ab, erkennt rasch, dass er immer und überall „Außenseiter“ ist und passt sich ebensowenig an. Er beginnt eine Ausbildung. Versuche der Familie, eine Rückkehr in den Westen zu erreichen, scheitern. Selbst als Thomas erkennen muss, dass das DDR-Recht von Jugendlichen ab 14 Jahren das Einverständnis zur Einbürgerung verlangt, bringt ihn dies seinem Ziel der Rückkehr in den Westen nicht näher. Nach geraumer Zeit versucht die Familie sogar aus der DDR zu fliehen, was dazu führt, dass alle drei Familienmitglieder verhaftet und inhaftiert werden. Ein Freikauf durch den Westen findet nicht statt, sowohl Thomas Raufeisen als auch seine Mutter müssen die volle Haftzeit absitzen. Am Ende waren es sieben Jahre, weil er - wie er es selbst beschreibt - nach seiner Rückkehr in den Westen wieder neu ansetzen musste und ihm somit diese Jahre „verloren“ gingen. Er hätte diese Zeit gerne anders und umfassender als Lebenszeit nutzen wollen.

Die besondere Geschichte von Thomas Raufeisen fesselt die Schülerinnen und Schüler über den gesamten Zeitraum der Veranstaltung und der Zeitzeuge beantwortet offen und in sehr wohl überlegter Weise die Nachfragen, Rückfragen und Verständnisfragen der jungen Menschen und ist auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung noch bereit, einzelne Fragen zu beantworten.

Die Möglichkeit, einen Zeitzeugen real zu treffen und die persönliche Geschichte zu erfahren, ist gerade auch in diesen Zeiten etwas besonderes und kam bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut an. So beschreibt es Philipp beispielsweise im Rückblick wie folgt: „Die Zeitzeugenveranstaltung war ein voller Erfolg, Thomas Raufeisen hat einen Spannungsbogen aufgebaut, der bis zum Ende nicht abbrach. Durch Vergleiche zu unserem heutigen System und Exkurse über generelle Zustände in der DDR blieb man stets dabei und wollte gebannt mehr erfahren. Zudem lieferte die Möglichkeit, jederzeit eine Frage zu stellen, eine gewisse Interaktion mit dem Zeitzeugen, die einen noch tiefer in seine Welt hat eintauchen lassen.“

Wir danken daher der Deutschen Gesellschaft e.G. sehr für die Ermöglichung, die Finanzierung und Durchführung der Veranstaltung sowie dem Moderator Alesch Mühlbauer, auch für seine Fotos.

(Verfasserin: M. Andres, 12/ 2021)

Die Schulgemeinde der Ricarda-Huch-Schule beschert den Kindern von Ivanychi rund 60 Weihnachtspäckchen

Diese Päckchen unserer Schulgemeinde sind nun auf dem Weg in die Ukraine (Foto: Lena Kunkel)

Dreieich, 06.12.2021: Auch in diesem Jahr fand wieder die Weihnachtsaktion "100 Päckchen für Ivanychi" statt und zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Ricarda-Huch-Schule haben sich daran beteiligt.

Seit 1998 fahren die Royal Rangers, ein internationaler Jugendverband pfingstkirchlicher Prägung, der sich der Pfadfindermethode bedient, jährlich zu einem Hilfseinsatz nach Ivanychi in der Westukraine.

Eigentlich wurde damals nur ein Fahrer gesucht, der die christlichen Pfadfinder zu dem humanitären Einsatz begleitet. In der Ukraine angekommen, wurde dem damaligen Vorsitzenden und den jungen Leuten schnell klar: Wir müssen hier dauerhaft etwas tun!

In den ländlichen Regionen herrschte große Armut. Kinder litten unter Mangelerscheinungen, die hygienischen Bedingungen glichen einer Katastrophe. „Bitte vergesst uns nicht!“, dies rief ihnen ein kleiner Junge zum Abschied hinterher. Dieser Ruf nach Hilfe berührte die Royal Rangers zutiefst und führte 2003 letztendlich zur Gründung des Vereins „Vergiss-Mein-Nicht-Hilfe für Kinder und Jugendliche e.V.".

Gemeinsam engagieren sich heute Jugendliche und Erwachsene aus ganz Deutschland in der Westukraine, insbesondere in der strukturschwachen Kleinstadt Ivanychi und deren Umgebung. Neben der gezielten Einzelunterstützung von Kindern, Jugendlichen und notleidenden Familien hat der Verein direkt vor Ort ein Kinder- und Jugendhaus aufgebaut. In enger Zusammenarbeit mit dem ins Leben gerufenen ukrainischen Wohltätigkeitsfonds „Nezabudka“ (zu Deutsch: Vergiss-Mein-Nicht) und den Kirchengemeinden vor Ort erhalten sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ein Mittagessen, können sich bei Bedarf neu einkleiden, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über ihre Probleme sprechen und ganz praktische Lebenshilfe erfahren.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage: https://vergiss-mein-nicht.de/weihnachtsaktion/

(Verfasserin: Lena Kunkel, Dezember 2021)

Noch vor den Sommerferien im Kasten

Unsere neuen Gesangstalente, die „Songbirds“ möchten sich hier mit einem „Kult-Hit“, nämlich „The lion sleeps tonight“ präsentieren: https://youtu.be/QOAgJK5EjY4

Macht hoffentlich gute Laune…

(Verfasserin: Frau Wilke, August 2021)

Bundesfremdsprachenwettbewerb 2021

Gewinner*innen des Bundesfremdsprachenwettbewerbs

2021 waren Schülerinnen und Schüler der RHS beim Bundesfremdsprachenwettbewerb ausgesprochen erfolgreich. Trotz widriger Bedingungen in der Zeit der Schulschließungen konnten Maren Dobrev, Vincent Hommerich (nicht im Bild), Lena Tietz und Manuel Tomazini (alle 9a) für ihr Hörspiel „Time Will Tell“ einen zweiten Preis erreichen. Emma Lührmann (9a) erreichte in der Kategorie „Solo“ einen ersten Preis. Helena Davarifard (9a) drehte einen Videobeitrag für das Fach Französich. Wir gratulieren allen zu ihrem Erfolg!

(Verfasserin: Marion Hausmann, Juli 2021)

Anne Frank Tag 2021- Der Blick auf die Geschichte

Schaukasten im Erdgeschoss
Mobile mit Kurzinformationen
Mobile mit Kurzinformationen

Schulinternes Projekt der Ricarda-Huch-Schule

Die Plakat-Ausstellung zu Anne Frank vom Anne Frank Zentrum mit dem Titel „Blick auf die Geschichte“ wird gemeinsam mit den Ergebnissen aus der 10. Jahrgangsstufe im Eingangsbereich der Schule präsentiert, um alle Schülerinnen und Schüler auf den Anne Frank Tag und auf ihre Geschichte aufmerksam zu machen. Auch ein Modell des Hinterhauses wird in der Pausenhalle in einem Schaukasten eingestellt sein, neben einer Version von Anne Franks Tagebuch und einem leeren Tagebuch.

Die Ricarda-Huch-Schule hat sich in diesem Schuljahr an dem Anne-Frank-Tag 2021 mit dem Motto „Der Blick auf die Geschichte“ mit zwei Lerngruppen und einem Einzelbeitrag einer Schülerin der E-Phase. Dabei haben wir unserem schulinternen Projekt eine Erweiterung des Blickes gegeben, wir haben nicht nur die Familie Anne Frank, die weiteren Personen aus dem Hinterhaus und die Helfer in den Blick genommen, sondern den Blick erweitert auf Personen, die mit dem Nationalsozialismus aus den unterschiedlichsten Gründen in den Konflikt gerieten. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 haben dabei ihr Augenmerk auf Familie Frank und ihre Helfer gelegt, die Oberststufenschülerinnen und -schüler haben nach dem Motto „Die Vielfalt von Einzelschicksalen und „was bedeutet Freiheit und Demokratie für mich?“ 25 Einzelschicksale untersucht. Dabei dienten ihnen autobiografische Zugänge in Form von Büchern, Verfilmungen oder Hörbüchern als Quellengrundlage.7

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c haben sich im Rahmen des Themas „Diskriminierung, Verfolgung, Vernichtung im Nationalsozialismus“ mit der Geschichte und Schicksalen verfolgter Personen beschäftigt. Der Großteil des Unterrichts musste aufgrund der Pandemie Online abgehalten werden. Im Zusammenhang mit der Geschichte des Holocausts und Anne Franks haben sich die Schülerinnen und Schüler dann vertiefend mit einzelnen Personen intensiver auseinandergesetzt und haben im Rahmen des Projektes informative und anschauliche Berichte und Plakate über Anne Frank, deren Familie, weiterer verfolgter Personen, die sich mit der Familie Frank im Hinterhaus versteckten und deren Helfern angefertigt. Ebenso setzten sie sich mit der Frage auseinander, welche Bedeutung es für sie heute hat, in einer Demokratie und in Freiheit leben zu können. Hierzu wurden Statements angefertigt, welche ebenfalls in den Arbeiten zu finden sind. Auch das Recherchieren und das Erarbeiten fand zum größten Teil zu Hause statt. Die Schülerergebnisse finden nun ihre Würdigung in der Ausstellung in der RHS und anschließend in der Stadtbücherei Sprendlingen.

Die einzelnen Personen, die von den Oberstufenschülerinnen und -schülern in Augenschein genommen werden, sollten mit ihren eigenen Schicksalen vorgestellt, ihre Geschichte somit zugänglich gemacht werden. Dies geschieht durch ausführlichere Berichte, welche in der Schülerbücherei und der Stadtbücherei Sprendlingen ausgelegt werden zur Einsicht. Einige Personen werden zusammen mit der zugrundeliegenden Quelle in Schaukästen präsentiert, heißt es werden Kurzsteckbriefe und die entstandenen Rezensionen zu den Büchern / Filmen ausgehängt. In der Schülerbücherei hängen drei Mobiles mit Karten zu allen 25 Personen, dies bietet allen Besuchern die Möglichkeit einen sehr knappen Blick auf alle Personen zu werfen und zu entscheiden, wo sie vielleicht den ausführlichen Bericht zur Hand nehmen wollen. Daneben soll präsentiert werden, was es für unsere Schüler/innen bedeutet, in Freiheit und Demokratie zu leben und welche Aktualität diese Themen heute haben. Die Statements werden dabei im Rahmen der Ausstellungen ausgehängt, mitunter in einem zeitlichen Wechsel. Bei den autobiografischen und filmischen Quellen geht es dabei neben der inhaltlichen Betrachtung auch um die methodische Reflexion und die abschließende Verknüpfung des Einzelschicksals mit einer möglichen Reflexion der Bedeutung für heute, für den Schüler / die Schülerin persönlich bzw. für die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Die Ausstellungsinhalte wandern am 18. Juni 2021 dann zur Stadtbücherei, wo diese erneut, in leicht veränderter Weise präsentiert werden.

(Verfasserinnen: Myriam Andres & Bettina Fenn-Nubert, Juni 2021)

Schaukasten bei der Schülerbücherei
Schüler*innenergebnisse der Klasse 10c

Schülerschreibwettbewerb zum Tag der Handschrift mit dem Thema "Mut"

ganzer Artikel per Klick auf das Bild
Verfasserin: Lena Kunkel, Juni 2021

I'm a scientist- Get me out of here

Logo des Projekts I´m a scientist - get me out of here (Zur Verwendung freigegeben durch Wissenschaft im Dialog)

Schüler*innen fragen, Forscher*innen antworten: Wissenschaftskommunikation an der Ricarda-Huch-Schule

Die Klasse 7a hat am Projekt "I´m a scientist - get me out of here" teilgenommen und ihre Fragen rund um das Thema Infektionen durch Wissenschaftler*innen in einem Live-Chat beantwortet bekommen.

Dreieich, 24.03.2021: Wie gestaltet sich Ihr Leben als Wissenschaftler*in? Was macht ein Impfstoff mit unserem Körper? Diese und zahlreiche weitere Fragen rund um das Thema "Infektionen" hat die Klasse 7a unter der Leitung ihrer Biologielehrerin Fr. Kunkel zusammengetragen und dann am Projekt "I’m a Scientist, get me out of here!" (Ich bin Wissenschaftler*in, holt mich hier raus!) teilgenommen. Dieses Online-Angebot ermöglichte den Schüler*innen einen direkten Austausch mit Wissenschaftlern*innen aus den verschiedensten Forschungsbereichen. In textbasierten Live-Chats traten die Schüler*innen in den Dialog mit Wissenschaftler*innen, lernten dabei deren Arbeitsalltag kennen und erfuhren, zu welchen Themen sie aktuell forschen. Anschließend stimmten die Schüler*innen über ihre Lieblingswissenschaftler*innen ab und wählten so am Ende eine*n Gewinner*in.

Das Feedback der Klasse zu diesem Unterrichtsprojekt fiel sehr gut aus, wie die folgenden Zitate einiger Schüler*innen zeigen:

"Ich fand es toll, wie die Wissenschaftlerinnen geantwortet haben, schnell, ausführlich und verständlich. Es wurden viele Fragen beantwortet und ich habe viel dazu gelernt."

"Ich finde es schön, dass die Organisatoren*innen dieses Projekt ins Leben gerufen haben und man so einen kleinen Einblick in die Wissenschaft der Biologie und in das Leben und den Werdegang von Wissenschaftlern*innen erhalten konnte."

"Eine Bereicherung für alle zukünftigen Forscher*innen."

I’m a Scientist wurde von der Gallomanor Communications entwickelt und findet seit 2010 jährlich mit großem Erfolg in Großbritannien statt. In den letzten Jahren entstanden weltweit zahlreiche Adaptionen der Plattform.

Wissenschaft im Dialog macht sich bereits seit Jahren erfolgreich für die Stärkung der MINT-Fächer an Schulen stark. Dank der großzügigen Förderung der Klaus Tschira Stiftung können wir die Projekte Jugend präsentiert, Make Your School und auch die deutschsprachige Plattform von I’m a Scientist umsetzen. Unterstützt wird das Projekt außerdem von der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung und dem Wissenschaftsjahr.

 (Verfasserin: Lena Kunkel, April 2021)

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