Ricarda-Huch-Schule
Breslauer Straße 15 | 63303 Dreieich
Tel.: 06103 8335630
sekretariat@rhs-dreieich.de

Geschichte

Allgemeines/ Charakteristik des Faches

Geschichte gehört zu den Fächern des Aufgabenfeldes II, den Gesellschaftswissenschaften, und wird von Klasse 7 – 12 (G8 - Jahrgänge) bzw. 7-13 (G9 – Jahrgänge) unterrichtet. Dabei werden die Epochen vom Altertum bis zur Gegenwart anhand ausgewählter Themenbeispiele behandelt, da die Geschichte mit der Gegenwart der Schülerinnen und Schüler direkt oder indirekt zusammenhängt und sich auf ihr Leben auswirkt. Das Fach Geschichte trägt daher auch zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei und hat für ihre Zukunft Bedeutung. Im Unterricht werden verschiedene Quellengattungen eingeführt und analysiert, wie beispielsweise die Textquelle, Lieder, Bilder und Karikaturen.

Der Geschichtsunterricht in der Oberstufe baut auf dem der Mittelstufe auf, behandelt zu einem wesentlichen Teil dieselben Themengebiete, jedoch mit neuen Fragestellungen und erweiterten Methoden. Dabei soll ein Beitrag zum Verständnis von Schlüsselproblemen der Gegenwart geleistet werden. Für die Oberstufenschüler besteht bei ausreichender Kursstärke die Möglichkeit, Geschichte als Leistungsfach zu wählen.

In der Mittelstufe kann pro Halbjahr ein Leistungsnachweis geschrieben werden, in der Einführungsphase wird eine Klausur und in der Qualifikationsphase werden zwei Klausuren pro Halbjahr geschrieben.

Neben der üblichen Unterrichtspraxis bemühen wir uns regelmäßig außerschulische Lernorte und "externe Partner" in unsere Arbeit einzubeziehen.

Angebote und Projekte

Exkursion der Jahrgangsstufe 9 zu einem Denkmal der nationalsozialistischen Herrschaft

Seit dem Schuljahr 1999/2000 hat die Fachschaft Geschichte die Exkursion zum Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar als Baustein in ihren schulinternen Lehrplan integriert. Der Unterrichtsgang ist eingebettet in die für das zweite Halbjahr der Jahrgangsstufe 9 (bei G9 in Jahrgangsstufe 10) vorgesehene Unterrichtseinheit "Nationalsozialismus" der Lehrpläne für das Fach Geschichte. Damit ist gewährleistet, dass die Exkursion im Rahmen einer sorgfältigen Vor- und Nachbereitung erfolgt. Die Führungen werden von engagierten und kompetenten Mitarbeitern der Gedenkstätte durchgeführt. Davor sehen sich die Schüler im ortsansässigen Kino einen zusammenfassenden Film über die Geschichte des Konzentrationslagers an.

Neben der Arbeit mit Quellen und Gesprächen mit Zeitzeugen erscheint der Fachschaft der Besuch einer Gedenkstätte als unverzichtbare und handlungsorientierte Unterrichtsform. Seit dem Schuljahr 2010/2011 wurde dabei das Ziel dieser themenbezogenen Exkursion um weitere Möglichkeiten erweitert. Neben dem Konzentrationslager Buchenwald gibt es andere Gedenkstätten zu diesem Thema, wie beispielsweise die Gedenkstätte Hadamar oder Osthofen, die sich im Rahmen der Unterrichtseinheit für eine außerschulische Lernerfahrung anbieten. Allerdings entschied sich die Fachkonferenz im Schuljahr 2014/2015 dafür, für die verbindliche Fahrt in der Jahrgangsstufe 9 bzw. 10 Buchenwald als Ziel zu belassen, die weiteren Möglichkeiten werden in Teilen vertiefend von den Kolleginnen und Kollegen zu späteren Zeitpunkten in den Unterricht eingebunden. Daneben wurde sich auch dafür ausgesprochen, Denkmäler zur Geschichte des geteilten Deutschlands stärker in den Unterricht einbeziehen zu wollen.

Zeitzeugen im Geschichtsunterricht

Zeitzeugenveranstaltung 12.1.12
Frau Barthel, Herr Göhl, Frau Fleck (v.l.)

Einen lebendigen Zugang zur Geschichte bekommen Schülerinnen und Schüler über die Begegnung mit Zeitzeugen. Aber Zeitzeugen sind nicht immer nur ältere Menschen, die dem Konzentrationslager entkommen sind und von den Gräueltaten der Nazis berichten. Auch wer in den sechziger Jahren jung war, hat Spannendes zu erzählen. Von der Kuba-Krise etwa, von der Studentenrevolte oder der ersten Mondlandung. Eine Gesellschaft verarmt, wenn sie das Wissen und die Erfahrung älterer Menschen nicht nutzt, um die kritischen Fragen der jüngeren Generation zu beantworten. So waren etwa zum 60. Jahrestag des Kriegsendes Zeitzeugen zu Gast an der Ricarda-Huch-Schule (Offenbach-Post vom 11.05.05 berichtete).

Am 21. Januar 2010 hatten wir „Die Frau vom Checkpoint Charly“ für die Jahrgangsstufe 13 zu Besuch, welche fesselnd von ihren Erlebnissen und Eindrücken erzählt hat. Die Veranstaltung war aufgeteilt in einen kurzen Vortrag, unterstützt durch Auszüge aus dem gleichnamigen Buch von Ines Veith, einen Dokumentationsfilm, in dem auch die Töchter zu Wort kamen, und der abschließenden Möglichkeit Fragen direkt zu stellen. Dies ist ein guter und wichtiger Ansatz die Geschichte den Schülerinnen und Schülern nahe zu bringen, der auf regen Zuspruch gestoßen ist. Frau Fleck kommt seither in regelmäßigen Abständen mit Zeitzeugen zur SED-Diktatur an unsere Schule, in der Regel für unseren Abschlussjahrgang.

Daneben versuchen wir aber auch immer wieder derartige „Highlights“ für andere Jahrgänge zugänglich zu machen oder noch die letzten Zeitzeugen zum Nationalsozialismus an unsere Schule einzuladen, was immer einen bleibenden Eindruck bei Schülerinnen und Schülern wie Kolleginnen und Kollegen hinterlässt.

„Keiner kann es besser veranschaulichen als Zeitzeugen“

Zeitzeugin Edith Erbrich

Edith Erbrich spricht über ihre Erlebnisse während der Bombardierung Frankfurts und über das Schicksal ihrer Familie im Nationalsozialismus.

Edith Erbrich war an zwei Tagen für die Klassen der 9. Jahrgangsstufe an der Ricarda-Huch-Schule, um den Schülerinnen und Schülern über ihre Erlebnisse während der Bombardierung Frankfurts im Zweiten Weltkrieg und über das Schicksal ihrer Familie im Nationalsozialismus zu berichten. Gerade nach den Eindrücken von der Zweitagesexkursion nach Weimar und der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald war die Schilderung der Zeitzeugin für alle anwesenden Personen besonders beeindruckend und berührend. Und auch sie selbst betont immer wieder, dass die Schilderung von Zeitzeugen immer eine ganz andere Wirkung hat als dies die Schulbücher vermögen. Die Wahrheit, die von den Zeitzeugen berichtet wird, könne nicht geleugnet werden, so betont es Edith Erbrich am Ende der Veranstaltung erneut. Gerade vor dem Hintergrund, dass es kaum noch Zeitzeugen zum Nationalsozialismus gibt, die in Schulen über ihr persönliches Schicksal berichten, waren wir besonders froh, in diesem Schuljahr Edith Erbrich wieder einmal begrüßen zu können! Die historischen Hintergründe und die Ungeheuerlichkeiten des Nationalsozialismus werden kaum anschaulicher für junge Generationen als wenn sie es mit Einzelschicksalen verbinden können!

Edith Erbrich wird 1937 geboren und lebt mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester in Frankfurt am Main. Die Eltern leben laut den Nationalsozialisten in einer „Mischehe“, weil der Vater jüdisch und die Mutter Deutsche ist. Somit erleben sie die Ausgrenzung, Diffamierung und Schmähungen genauso wie alle anderen, aus rassischen Gründen ausgegrenzten Personen. Während der Luftangriffe durch die Alliierten wird ihr Haus bombardiert und zerstört, was die Familie zum Glück überlebt. In die Luftschutzbunker dürfen sie nicht, weil sie „jüdisch“ sind, sie können aber in ihrem Keller den Angriff weitgehend unbeschadet überstehen. Im Frühjahr 1945 erhalten sie dann die schriftliche Aufforderung, dass sich ihr Vater mit den beiden Töchtern für den Transport bereitmachen soll. Und das obwohl die Alliierten schon überall auf dem Vormarsch waren. Sie werden in Viehwaggons nach Theresienstadt deportiert, in Frankfurt noch von der Mutter getrennt und bei ihrer Ankunft auch von ihrem Vater. Der Aufenthalt in Theresienstadt ist geprägt von Hunger, Angst und Pein durch die Aufseherinnen. Einen Tag vor ihrem geplanten Transport nach Auschwitz wird Edith Erbrich, ihre Schwester und ihr Vater befreit und können den beschwerlichen Weg nach Hause antreten, wo sie glücklicherweise ihre Mutter wiedertreffen, die die gemeinsam bewohnte Mansardenwohnung nicht verließ. Und ein weiteres Glück für die junge Edith war die Geburt ihres kleinen Bruders. Ihre Schwester und sie gehen zur Schule, versuchen den verlorenen Unterrichtsstoff aufzuholen, machen ihren Schulabschluss und erlernen Berufe. Zeit ihres Lebens ist die Familie für sie das Wichtigste geblieben und erst nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben fängt Edith Erbrich an, über ihr Schicksal zu sprechen und in Schulen zu gehen, um die Erinnerung wach zu halten – auch die Erinnerung an die einzelnen „Helfer“, die es in ihrem Leben unter dem Nationalsozialismus gegeben hat.

(Verfasser: M. Andres, 23.05.2017)

Historische Spurensuche

Historische Spurensuche-Lebenswelten und Lebensgefühle

 

Seit dem Schuljahr 2013/2014 richtet sich dieses besondere Angebot vor allem an interessierte Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler, die sich über den „normalen“ Unterricht hinaus für die Geschichte interessieren.  Dabei wird in diesem Projekt der Zugang zu historischen Gegebenheiten vorwiegend über Gedichte, Lieder, Bilder gesucht und ergänzt mit wissenschaftlicher Lektüre. Dabei werden gerne Aspekte aufgegriffen, die durch die Schüler selbst eingebracht werden. Die Ergebnisse der Projektarbeit sind vielfältig, es entstanden eigene Zeichnungen, Vorträge, darstellende Szenen mit einer Unterstreichung der Erläuterung, fiktive Gespräche und werden jeweils gegen Ende des Schuljahres an zwei Abendveranstaltungen zusammengestellt präsentiert. Wir hoffen, dass dieses Angebot auch weiterhin fortbestehen wird, da es sich aus einem Projekt im Rahmen der Begleitung der Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945.“ des Hessischen Rundfunks und des Fritz Bauer Instituts im Schuljahr 2012/2013 entwickelte. Seither werden aber sehr unterschiedliche Themen verarbeitet, so aktuell die Geschichte der beiden deutschen Staaten nach 1945. Aus dieser Projektarbeit können Besondere Lernleistungen entstehen. Zumindest zeigen alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein besonderes Interesse an gesellschaftlichen Themen und besonderes Engagement.

Historische Spurensuche

Auf historischer Spurensuche (von links nach rechts): Clara Schuffert, Alper Karakelle, Sanja Jankovic, Nicolas Krämer, Lara Wankerl, Christian Albrecht, Marie-Lou Meurer, Jonas Meier-Mouhanna.

„Die Geschichte der Welt ist (nicht nur) die Biographie großer Männer“

Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Ergebnisse einer historischen Spurensuche

Oscar Wilde sagte einmal, dass „nur Persönlichkeiten die Welt bewegen, nicht Prinzipien“, dem sicherlich alle Projektteilnehmer der diesjährigen historischen Spurensuche ein Stück weit zustimmen können. An zwei Abenden stellten sie ihre Ergebnisse über „Personen, die Geschichte schrieben oder schreiben“ in einem abwechslungsreichen Vortrag vor, wobei auch andere Vortragsstile ihren Platz fanden. Am 08. März öffnete die Stadtbücherei Dreieich-Sprendlingen ihre Pforten für die zahlreichen Gäste der Veranstaltung und am 15. März 2017 dann das Museum für Heimatkunde und Geschichte in Dietzenbach. Mit beiden Einrichtungen finden schon seit längerem ein anregender Austausch und eine Kooperationen statt.

So wurden die Leistungen von Alexander dem Großen beleuchtet und von Nicolas Krämer, einem ehemaligen Schüler unserer Schule, dem Publikum präsentiert. Ein zentraler und international sehr bedeutender Wendepunkt in der Geschichte wurde mit der Kuba Krise 1962 von Christian Albrecht und Alper Karakelle anhand der Bedeutung von John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow in diesen 13 Tagen nachgezeichnet und durch einen abwechselnden Vortrag präsentiert.

Aber gerade auch herausragende Leistungen in der Technik, wie die Erfindungen von Nikola Tesla, wurden anschaulich durch Sanja Jankovic und Marie-Lou Meurer aufbereitet und in Dialogform präsentiert. Geschichte zu schreiben, bedeutet „etwas Neues und Außergewöhnliches zu schaffen“, wobei es aber durchaus sein kann, dass die Leistungen erst nach dem Leben (wieder)entdeckt werden. Oder wird der elektrische Strom etwa zuerst mit Nikola Tesla verbunden?

Dass „die Geschichte der Welt [nicht] nur die Biografie großer Männer ist“ (Th. Carlyle 19. Jh.), dies zeigen die Leistungen von Katharina von Bora, der beherzten Frau an Martin Luthers Seite, und Louise Otto-Peters, einer Vorreiterin der Frauenemanzipation. Diese beiden Personen standen im Zentrum der „Forschungen“ von Liviana Klappich zusammen mit Christina Sergit und von Jonas Meier-Mouhanna. Prinzipien, Leitlinien und Gedanken müssen von Personen gelebt und ihnen muss „Leben eingehaucht“ werden. Für seine Prinzipien einzustehen kann dabei bedeuten, dass eine Person mit dem vorherrschenden Regime in Konflikt gerät, wie uns die, von Clara Schuffert vorbereitete, Biographie von Sophie Scholl zeigt. Sie war ein Mitglied der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“ und lehnte sich gegen die nationalsozialistische Herrschaft auf.

Viele Personen können für uns im Einzelnen zu Vorbildern werden und somit für uns ganz privat Geschichte schreiben. Und wenn dies ein Wirtschaftsmagnat wie Warren Buffet ist, der sich bereits früh zum Ziel setzte, reich zu werden und dies mit einem heutigen Vermögen von über 70 Milliarden Dollar wohl geschafft hat! Er stand im Zentrum des Vortrages von Lara Wankerl und stellte den Schlusspunkt der „Timeline“ dar. Die Ergebnisse der Spurensuche sollen nun weiter aufbereitet und für den Einsatz beispielsweise im Unterricht vorbereitet werden.

Zum ersten Mal wurden die Ergebnisse der historischen Spurensuche durch das Orchester der Ricarda-Huch-Schule unter Leitung von Anna Sprenger bei einer Veranstaltung live untermalt und eingerahmt. Hierfür ein herzliches Dankeschön.

(Verfasserin: M. Andres)

Kooperationen

Die Patenschaft der RHS für den Jüdischen Friedhof in Dreieich-Sprendlingen

Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof Dreieich-Sprendlingen

Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres 2009/2010 hat die Ricarda-Huch-Schule eine Patenschaft für den Jüdischen Friedhof in Dreieich-Sprendlingen übernommen. Bei dieser Patenschaft geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler unserer Schule den Erhalt und die Sauberkeit des Friedhofes unterstützen. Diese Patenschaft wurde zusammen mit dem Landesverband Jüdischer Gemeinden in Hessen, dem Friedhofszweckverband und der Unteren Denkmalschutzbehörde angestoßen und am 31. Mai 2010 offiziell mit einem Pressetermin gestartet. Die Patenschaft wird von Herrn Baumbusch tatkräftig unterstützt, der unsere Schülerinnen und Schüler in die richtige Reinigung der Grabsteine einführt. Zukünftig wird sich in jedem Schuljahr die AG – Gruppe „Mitmach-Geschichte“ auch mit der Heimatgeschichte Dreieichs beschäftigen, dabei auch Ausstellungstexte vorbereiten und die Patenschaft weiter tragen. 2011 war die AG-Gruppe sogar im Stadtarchiv und wurde in die Archivarbeit und die Dokumente zur jüdischen Geschichte in Dreieich-Sprendlingens eingeführt.

Ricarda-Huch-Schule und das Pädagogische Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums besiegeln eine enge Zusammenarbeit

Nachdem die Ricarda-Huch-Schule mit dem Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums im Schuljahr 2012/2013 bereits sehr erfolgreich und sehr eng im Rahmen der Vorbereitungen zum Begleitprogramm der Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“ des Hessischen Rundfunks und des Fritz Bauer Instituts zusammengearbeitet hat, wurde am 28. Januar 2014 von Schulleiter Dr. Knud Dittmann und Gottfried Kößler, stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts, im Rahmen einer Pressekonferenz eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Damit besiegeln die Schule und das Pädagogische Zentrum eine langfristig angedachte Zusammenarbeit, die für Schulleiter Dr. Knud Dittmann ein „sichtbarer Ausdruck des Bestrebens der Ricarda-Huch-Schule ist, in den nachwachsenden Schülerjahrgängen die Erinnerung wachzurufen an die furchtbaren Verbrechen, die in der Zeit von 1933 bis 1945 vom nationalsozialistischen Deutschland begangen wurden, insbesondere die Erinnerung an die  Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden.“

(Verfasserin: Myriam Andres, 08.04.2015)

Mehr>

Kooperation für eine vertiefende historisch-politischen Bildung

Ricarda-Huch-Schule Dreieich, Museum der Stadt Mörfelden-Walldorf und die Margit-Horváth-Stiftung unterzeichnen 2015 eine entsprechende Vereinbarung

Das Museum der Stadt Mörfelden-Walldorf engagiert sich seit vielen Jahren in besonderer Weise für die Aufarbeitung und Vermittlung der Geschichte der KZ Außenstelle Walldorf. Aus dieser intensiven Arbeit entstand im Juli 2004 die Margit-Horváth-Stiftung. Diese Stiftung verbindet die „Erinnerungsarbeit“ bzgl. der KZ Außenstelle Walldorf zugleich mit aktuellen Fragestellungen wie der Verletzung von Menschenrechten, der Diskriminierung von Minderheiten sowie Projektarbeit zu Fragen der heutigen interkulturellen Verständigung und Zivilcourage. Dem städtischen Museum und auch der Stiftung ist es dabei ein besonderes Anliegen, dass gerade junge Menschen sich auch konkret vor Ort mit der NS-Geschichte auseinandersetzen können.

(Verfasserin: Myriam Andres, 08.04.2015)

Mehr>

 

Berichte

Als Jugendliche der völligen Willkür ausgeliefert- Die Erziehung in den Jugendwerkhöfen der SED-Diktatur

Am Dienstag, den 14.10.2014 hatten die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase der Ricarda-Huch-Schule eine besondere Veranstaltung im Rahmen des Geschichtsunterrichts, die Myriam Andres für den ganzen Jahrgang organisierte. Zu ihnen kamen drei Zeitzeugen, die über ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Schicksale in den Jugendwerkhöfen der DDR berichteten. Diese dienten dem Ziel, die auffälligen und nicht angepassten jungen Menschen zu perfekten, gehorsamen Untertanen zu erziehen. Sie erlebten diese Heime eher als Straflager, sie waren der völligen Willkür der Erzieher ausgeliefert und wurden durch ihre Erlebnisse stark geprägt, das Selbstbewusstsein litt schwer.

Rocco Holler wurde im Alter von 10 Jahren wegen Auffälligkeiten in der Schule in ein Heim eingeliefert, musste drei Jahre in zwei Heimen verbringen. Er berichtet von Prügel und Arrest, die bei den kleinsten „Verstößen“ drohten. Für ihn ist vor allem die Unmenschlichkeit nicht nachvollziehbar, die er in den Heimen erleben musste und kann diese auch nicht verstehen.

(Verfasserin: Myriam Andres, 08.04.2016)

Mehr>

Wettbewerbe

Im Fach Geschichte gibt es zahlreiche Wettbewerbe, an denen Schülerinnen und Schüler teilnehmen können. Hierzu gehören der jährlich ausgeschriebene Schülerwettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Landtag und der alle zwei Jahre stattfindende Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. An beiden Wettbewerben haben Schülerinnen und Schüler unserer Schule bereits seit 2010/2011 regelmäßig erfolgreich teilgenommen. Zuletzt haben drei Oberstufenschüler mit zwei Arbeiten einen ersten Preis zum Wettbewerb „Hessen und USA“ der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung gewonnen. Aus den Wettbewerbsarbeiten können unter anderem Besondere Lernleistungen entstehen, die als 5. Abiturprüfung eingebracht werden können.

(Verfasserin: Myriam Andres, 08.04.2015)

Wenn Spaß an Geschichte belohnt wird

Die Preisträger (von links nach rechts):
Mahlet Kebede, Kübra Yilmaz, Jessica Witzel, Emily Jung, Eric Sodemann, Paul Herholz

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger strahlen bei der Übergabe ihrer Urkunden im Hessischen Landtag

Auch in diesem Schuljahr können sich sechs Schülerinnen und Schüler über Preise beim Schülerwettbewerb der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Hessischen Landtag freuen. Ihre Urkunden erhielten sie in einer feierlichen Preisverleihung im Hessischen Landtag im April 2017. Der diesjährige Schülerwettbewerb behandelte das Thema „Hessen, die Emilia-Romagna und die Friedensschule Monte Sole“, das die 25jährige Zusammenarbeit der beiden Partnerregionen Hessen und Emilia-Romagna in Politik, Wirtschaft und Kultur ins Zentrum stellte. Jessica Witzel und Kübra Yilmaz nahmen dabei am Aufsatzwettbewerb teil und stellten Margit Horváth sowie ihre Projektarbeit mit Mitschülerinnen und Mitschülern der Qualifikationsphase für die Mitgestaltung der Einweihung des Gebäudes am ehemaligen KZ Walldorf anschaulich vor, wofür sie von der Jury mit einem zweiten Preis – einer Tagesfahrt – ausgezeichnet wurden. Am Fragewettbewerb, bei dem 13 Fragen rund um Hessen und die Partnerregion Emilia–Romagna beantwortet werden mussten, nahmen erfolgreich teil: Eric Sodemann mit Paul Herholz, Emily Jung und Mahlet Kebede. Auch sie dürfen sich über eine Tagesfahrt bzw. einen Buchpreis freuen. Sie alle zeigen, dass Spaß an der Geschichte mitunter auch belohnt werden kann! Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich und können nur aufrufen, an einem der kommenden Wettbewerbe selbst teilzunehmen!

(Verfasserin: M. Andres)

Top